Auch mich hat es nun erwischt. Auf der einen Seite werden die Datenmengen immer größer und auf der anderen Seite hat man im Notebook wieder kleine SSDs. Die Daten selbst werden auch immer größer. Früher hat man z.B. kleine MP3s gerippt, heute will man erst mal verlustfreie Rohdaten wie FLAC. Bei Filmen ist das Wachstum noch krasser. Vom Notebook kurz ein Image zu sichern ist auch recht angenehm. Alleine, das Handling der externen USB Platten ist eher laestig und ich nutze die eigentlich nur noch für Offsite-Backups.

Der Markt für NAS-Systeme ist recht unübersichtlich. Allein mit der Produktvielfalt bei QNap kann man Tage verbringen um herauszufinden was der Unterschied zwischen den einzelnen Versionen ist und ob man Feature XY überhaupt benötigt.

Ein weiterer Punkt für mich ist das Format der Platten. Kann ich eine solche problemlos an einen Linuxrechner haengen um die Daten zu retten wenn z.B. die NAS Hardware abgeraucht ist?

Beim Umhören im Freundeskreis kam dann der Tip: Hewlett-Packard N40L

Der N40L ist ein Microserver der Proliant-Reihe und ist für das was er kann spottbillig. Vor allem merkt man sehr schnell wo das Geraet herkommt. Eine Schraube auf und man hat alles im Zugriff, Torxschlüssel sauber in die Türe geklipst, keine scharfen Kanten, saubere Verkabelung … alles wie bei den großen Brüdern, die ihr Leben in den Rechenzentren dieser Welt fristen.

Spottbillig heisst in dem Fall: Server mit 8 Gb RAM und zwei 3TB Platten kostet weniger als 500 Eur.

Als Betriebssystem laeuft im Augenblick FreeNAS von einem USB-Stick. Das wird irgendwann mal gegen ein Standard-Debian ersetzt und wird dann auch mehr Dienste im Intranet übernehmen. Für die aktuelle Aufgabe als Datengrab ist FreeNAS aber sehr gut geeignet, die Installation incl Hardware (Speicher und Platteneinbau) war innerhalb einer Stunde erledigt.